Implantate, Chirurgie & Zahnersatz

Oralchirurgie: Weisheitszähne, Zahnentfernung und Knochenaufbau

Von der Entfernung eines Weisheitszahns bis zum Knochenaufbau vor einer Implantation: Chirurgische Eingriffe am Kieferknochen führen wir mit Ultraschallchirurgie (Piezochirurgie) durch. Das Verfahren arbeitet mit schwingenden statt rotierenden Instrumenten und schont den Knochen.

Auf einen Blick

Eingriffe
Zahnentfernung, Weisheitszähne, Knochenaufbau, Sinuslift
Technik
Piezochirurgie (Ultraschall)
Betäubung
Örtlich, bei Indikation Vollnarkose

Oralchirurgie: kurz erklärt

Zur Oralchirurgie gehören Eingriffe wie die Entfernung von Zähnen und Weisheitszähnen, der Aufbau von Kieferknochen (Augmentation) mit eigenem Knochen oder Knochenersatzmaterial und der Sinuslift, bei dem der Boden der Kieferhöhle mit Knochenmaterial angehoben wird, um Platz für Implantate zu schaffen.

Wir arbeiten dabei mit der Piezochirurgie: Feine, mit Ultraschall schwingende Instrumente bearbeiten den Knochen präzise und erzeugen kaum Wärme. Statt eines lauten Bohrgeräuschs hören Sie nur ein leises Surren. Bei Bedarf unterstützt ein Laser die Behandlung des Weichgewebes.

Wann ist die Behandlung sinnvoll?

  • Weisheitszähne, die Platzprobleme oder Entzündungen verursachen
  • Zähne, die sich nicht mehr erhalten lassen
  • Zu wenig Kieferknochen für ein Implantat
  • Geringe Knochenhöhe im seitlichen Oberkiefer (Sinuslift)

So läuft die Behandlung ab

  1. Abklärung

    Wir untersuchen die Situation, beurteilen Röntgenbilder und besprechen den Eingriff, die Betäubung und mögliche Alternativen.

  2. Eingriff

    Unter örtlicher Betäubung oder – wenn medizinisch angezeigt – in Vollnarkose führen wir den Eingriff mit Ultraschallinstrumenten durch.

  3. Wundversorgung

    Die Wunde wird versorgt und, falls nötig, genäht. Sie erhalten genaue Verhaltensregeln für die ersten Tage.

  4. Kontrolle

    Bei einem Kontrolltermin prüfen wir die Heilung und entfernen bei Bedarf die Fäden.

Vorteile

  • Präzises, knochenschonendes Arbeiten mit Ultraschall
  • Kaum Wärmeentwicklung am Knochen
  • Leises Surren statt Bohrgeräusch
  • Bei Indikation Behandlung in Vollnarkose möglich

Risiken und Grenzen

Nach einem chirurgischen Eingriff sind Schwellungen, Schmerzen und kleine Blutungen in den ersten Tagen häufig. Möglich sind ausserdem Wundheilungsstörungen wie eine schmerzhafte Entzündung der Zahnfach-Wunde (Alveolitis), Infektionen und – vor allem bei unteren Weisheitszähnen – eine vorübergehende oder selten bleibende Gefühlsstörung an Lippe, Kinn oder Zunge. Bei Eingriffen im Oberkiefer kann eine Verbindung zur Kieferhöhle entstehen. Ihre persönlichen Risiken besprechen wir vor dem Eingriff mit Ihnen.

Nachsorge

Kühlen Sie die Wange in den ersten Stunden mit Unterbrüchen von aussen. Verzichten Sie am ersten Tag auf Spülen, Rauchen, Alkohol und körperliche Anstrengung, und essen Sie weiche Kost, sobald die Betäubung nachgelassen hat. Melden Sie sich bei zunehmenden Schmerzen, Fieber oder anhaltender Blutung.

Häufige Fragen

Müssen Weisheitszähne immer entfernt werden?

Nein. Weisheitszähne, die gerade stehen, sich gut reinigen lassen und keine Beschwerden machen, können bleiben. Wir empfehlen die Entfernung, wenn sie Entzündungen, Platzprobleme oder Schäden an Nachbarzähnen verursachen oder verursachen könnten.

Wie lange bin ich nach der Entfernung eines Weisheitszahns eingeschränkt?

Schwellung und Beschwerden sind meist in den ersten zwei bis drei Tagen am stärksten und klingen danach ab. Planen Sie nach dem Eingriff etwas Ruhe ein. Wie lange Sie sich schonen sollten, besprechen wir mit Ihnen.

Ihre Ansprechpartner

Zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2026

Diese Informationen ersetzen keine persönliche Untersuchung und Beratung. Ob und wie eine Behandlung für Sie sinnvoll ist, besprechen wir mit Ihnen in der Praxis.

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