Vorsorge & Zahnfleisch

Parodontitis-Behandlung: Zahnfleisch und Zahnhalteapparat schützen

Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats. Unbehandelt kann sie zu Zahnlockerung und Zahnverlust führen. In den meisten Fällen lässt sich die Entzündung mit einer gezielten Behandlung und guter Nachsorge stoppen.

Auf einen Blick

Betäubung
Örtliche Betäubung
Methoden
Ultraschall (Piezotechnik) und Laser
Nachsorge
Regelmässige Kontrollen und Reinigungen

Parodontitis-Behandlung: kurz erklärt

Bei einer Parodontitis dringen Bakterien aus Zahnbelägen unter den Zahnfleischrand. Es bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen die Entzündung den Knochen, der die Zähne hält, langsam abbaut. Weil das oft lange schmerzfrei verläuft, wird Parodontitis häufig spät bemerkt. Studien zeigen zudem Zusammenhänge mit Allgemeinerkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bei der Behandlung werden die Wurzeloberflächen und Zahnfleischtaschen gründlich von Belägen und Konkrementen befreit. Dazu arbeiten wir mit Ultraschallinstrumenten (Piezotechnik) und setzen bei Bedarf einen Laser ein, der die Behandlung des entzündeten Gewebes unterstützt.

Wann ist die Behandlung sinnvoll?

  • Zahnfleischbluten beim Putzen oder spontan
  • Gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
  • Zahnfleischrückgang und empfindliche Zahnhälse
  • Mundgeruch, der nicht verschwindet
  • Gelockerte oder wandernde Zähne

So läuft die Behandlung ab

  1. Befund

    Wir messen die Tiefe der Zahnfleischtaschen, beurteilen den Knochen im Röntgenbild und besprechen das Ergebnis mit Ihnen.

  2. Vorbehandlung

    Eine professionelle Zahnreinigung und Ihre Mundhygiene zu Hause schaffen die Grundlage für die eigentliche Therapie.

  3. Tiefenreinigung

    Unter örtlicher Betäubung reinigen wir die Zahnfleischtaschen und Wurzeloberflächen mit Ultraschall und bei Bedarf mit Laserunterstützung.

  4. Nachsorge

    In regelmässigen Kontrollen prüfen wir die Heilung und reinigen die Taschen erneut, damit die Entzündung nicht zurückkehrt.

Vorteile

  • Die Entzündung lässt sich in den meisten Fällen stoppen
  • Die eigenen Zähne werden geschützt
  • Schonende Instrumente: Ultraschall statt rotierender Bohrer
  • Gesünderes Zahnfleisch und frischerer Atem

Risiken und Grenzen

Nach der Tiefenreinigung kann das Zahnfleisch einige Tage empfindlich sein. Wenn die Entzündung abklingt, zieht sich das Zahnfleisch oft etwas zurück; die Zahnhälse können dann länger wirken und empfindlich sein. Bereits verlorener Knochen wächst in der Regel nicht von selbst nach. Ohne regelmässige Nachsorge kann die Parodontitis wieder aufflammen; Rauchen und ein schlecht eingestellter Diabetes erschweren die Heilung.

Nachsorge

Entscheidend ist die konsequente Pflege zu Hause, besonders in den Zahnzwischenräumen. Nehmen Sie die Termine der unterstützenden Parodontitistherapie wahr; wie oft sie nötig sind, legen wir nach Ihrem Befund fest.

Häufige Fragen

Ist Parodontitis heilbar?

Eine Parodontitis lässt sich in den meisten Fällen stoppen. Bereits abgebauter Knochen bildet sich aber meist nicht von selbst zurück. Darum sind regelmässige Kontrollen und eine gute Mundhygiene nach der Behandlung so wichtig.

Ist Parodontitis ansteckend?

Die Bakterien können zum Beispiel über den Speichel übertragen werden. Ob jemand erkrankt, hängt aber vor allem von der Mundhygiene, der Abwehrlage und von Risikofaktoren wie Rauchen ab.

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Zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2026

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